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Hotels in Lüttich: die besten Viertel

Lüttich ist kompakt, deshalb liegt kein Viertel wirklich weit weg. Trotzdem entscheidet die Wahl darüber, wie deine Nacht klingt: Zwischen einem Zimmer am Rand des Ausgehviertels und einem in Outremeuse liegen fünfzehn Gehminuten und mehrere Stunden Schlaf.

Das zweite gute Argument ist der Preis. Zimmer kosten hier deutlich weniger als in Brügge, Gent oder Brüssel, und das gilt über die ganze Bandbreite vom Hostel bis zum Haus mit Blick auf die Maas.

Auf einen Blick

  • Zentralrund um Place Saint-Lambert und Place du Marché
  • PraktischGuillemins, direkt am ICE-Bahnhof
  • Günstig und ruhigOutremeuse, über der Maas
  • Preisniveauniedriger als in Flandern
  • LautLe Carré am Freitag und Samstag
  • Früh buchenWochenenden, Oktober und Dezember

Zentrum: kurze Wege, laute Nächte

Zwischen Place Saint-Lambert, Place du Marché und der Kathedrale wohnst du mittendrin. Palast, Einkaufsstraßen, Maasufer und die große Treppe sind zu Fuß erreichbar, abends brauchst du kein Verkehrsmittel. Der Preis dafür ist Lärm, vor allem freitags und samstags, wenn im benachbarten Carré bis zum Morgen etwas los ist.

Die Lösung ist einfach: Frag nach einem Zimmer zum Hof oder zur Rückseite, und buch nicht direkt in den Gassen des Ausgehviertels. Ein paar Straßen weiter Richtung Kathedrale ist es deutlich ruhiger, ohne dass dein Weg länger wird.

Guillemins: praktisch, ruhig, nüchtern

Rund um den Bahnhof stehen neuere Häuser, die von Geschäftsreisenden leben. Abends ist es hier still, unter der Woche kann es dafür ausgebucht sein. Ins Zentrum läufst du gut 20 Minuten oder nimmst Bus und Straßenbahn. Ideal, wenn du mit dem ICE kommst, früh weiterfährst oder mit dem Auto anreist und eine Garage brauchst.

Ehrlich ist auch: Charme hat das Viertel wenig. Zwischen Bahnhof und Fluss wird seit Jahren gebaut, dazwischen stehen Bürohäuser und Brachen. Für Architekturfans entschädigt der Bahnhof selbst, der abends beleuchtet noch besser aussieht als am Tag.

Outremeuse: über dem Fluss, günstig und echt

Outremeuse liegt zwischen Maas und Kanal, technisch also auf einer Insel. Das Viertel ist Wohngebiet, hat kleine Läden, viele Kneipen und ein ausgeprägtes Eigenleben: Hier wird im August die freie Republik Outremeuse gefeiert, hier gehört die Figur Tchantchès zum Inventar, hier wuchs der Schriftsteller Georges Simenon auf.

Für dich heißt das: günstigere Zimmer, weniger Trubel und 10 bis 15 Minuten über die Brücken ins Zentrum. Der Park mit dem Kunstmuseum La Boverie liegt gleich um die Ecke, verbunden durch eine Fußgängerbrücke über die Maas.

Tipp: Beim ersten Besuch nimmst du das Zentrum, weil du abends müde und ohne Plan ins Bett willst. Beim zweiten wohnst du in Outremeuse: billiger, ruhiger, und der Blick über die Maas auf die beleuchtete Stadt ist morgens der beste der ganzen Reise.

Preise, Wochenenden und Termine

Lüttich gehört zu den günstigsten Städten des Landes für Übernachtungen. Unter der Woche bestimmen Geschäftsreisende, Kongresse und die Universität die Auslastung, am Wochenende kommen Besucher wegen des Nachtlebens und wegen des Sonntagsmarkts. Freitag und Samstag ziehen die Preise deshalb an, die Nacht von Sonntag auf Montag ist oft die billigste der Woche.

Knapp und teuer wird es, wenn Großes läuft: die Kirmes auf den Boulevards im Oktober, der Weihnachtsmarkt am Place Saint-Lambert im Dezember, dazu Messen und Konzerte. Für diese Zeiträume buchst du früh, sonst bleibt nur übrig, was übrig ist.

Gut zu wissen: Prüf bei der Buchung, ob eine Übernachtungsabgabe im Preis steckt oder vor Ort dazukommt. In Belgien ist beides üblich, und bei Ferienwohnungen taucht sie manchmal erst beim Auschecken auf.

Vor dem Buchen

Drei Punkte lohnen den Blick auf die Karte. Erstens die Höhe: Wer oberhalb von Hors-Château oder an den Coteaux bucht, hat abends Treppen vor sich, und zwar reichlich. Zweitens die Bausubstanz: In Altbauten fehlt oft der Aufzug, frag nach, wenn du schwer trägst oder schlecht zu Fuß bist. Drittens das Auto: Buch die Garage gleich mit, Straßenparken im Zentrum ist gebührenpflichtig und lästig, mehr dazu unter Verkehr in Lüttich.

Für Familien und längere Aufenthalte sind Ferienwohnungen oft die bessere Wahl, weil sie mehr Platz bieten und in Outremeuse günstig zu haben sind. Was du tagsüber ansteuerst, steht bei den Sehenswürdigkeiten in Lüttich, wo du abends isst unter Essen und Trinken, und den Rahmen gibt der Stadtführer Lüttich.

Häufige Fragen

In welchem Viertel übernachtet man in Lüttich am besten?

Beim ersten Besuch im Zentrum zwischen Place Saint-Lambert, Place du Marché und Kathedrale, weil dort alles zu Fuß erreichbar ist. Wer es ruhiger und günstiger mag, geht über die Maas nach Outremeuse. Rund um den Bahnhof Guillemins wohnst du nüchtern, aber praktisch, vor allem bei früher Weiterfahrt.

Sind Hotels in Lüttich günstiger als in Flandern?

Ja, und der Unterschied ist deutlich. Brügge, Gent und Brüssel liegen im Schnitt spürbar höher, weil dort mehr Städtereisende unterwegs sind. Lüttich lebt von Verwaltung, Universität und Geschäftsreisen, deshalb bekommst du für dasselbe Geld mehr Zimmer. Am günstigsten sind die Nächte von Sonntag auf Montag.

Ist es im Zentrum von Lüttich laut?

Am Wochenende ja. Das Ausgehviertel Le Carré liegt mitten in der Stadt, und dort geht es freitags und samstags bis in den Morgen. Unter der Woche ist es ruhig. Frag nach einem Zimmer zum Hof, meide die Gassen direkt im Carré, und wähl lieber die Seite Richtung Kathedrale.

Lohnt sich ein Hotel am Bahnhof Guillemins?

Wenn du mit dem ICE anreist, früh weiterfährst oder ein Auto abstellen musst: ja. Es ist ruhig, die Häuser sind neuer, und der Bahnhof selbst ist sehenswert. Wenn du die Stadt erleben willst: eher nicht, denn das Viertel ist nüchtern, und ins Zentrum sind es gut 20 Minuten zu Fuß.

Braucht man ein Hotel mit Parkplatz?

Nur wenn du wirklich mit dem Auto anreist. Dann buch die Garage gleich mit, denn Straßenparken im Zentrum ist gebührenpflichtig, eng und zeitraubend. Alternativ nutzt du eine der Tiefgaragen rund um Place Saint-Lambert. Ohne Auto bist du in Lüttich ohnehin besser dran, die Stadt ist zu Fuß und mit dem Bus gut zu machen.